
„Sigmar Polke‘s Gestaltung der Fenster des Grossmünsters, daran besteht kein Zweifel, gehört zu den herausragenden Dialogen, die ein zeitgenössischer bildender Künstler mit einem Gebäude der Tradition geführt hat.“
“The fact is indisputable: Sigmar Polke’s design of the Grossmünster windows ranks among the world’s outstanding dialogues between contemporary art and traditional church architecture.” Gottfried Boehm
„Eindeutig sind diese [Fenster] nie und ihr symbolischer Gehalt bleibt unausschöpfbar. Sie öffnen sich den Widersprüchen und dem Zwiespalt, der Illusion, dem Wunder und dem guten Glauben, der Härte und der Heilung, der Schönheit der Erde und der Würde der Kreatur. Zu diesen Bildern kann man zurückkehren, um sie immer wieder neu zu befragen.“
“These (windows) are never conclusive or unequivocal, and their symbolic potential remains inexhaustible. They lay themselves open to contradictions and conflict, to illusion and wonder, to good faith, severity, and healing, to the beauty of the earth and the dignity of living things. These are images one can constantly return to and repeatedly interrogate.”
Katharina Schmidt
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SIGMAR POLKE’S WINDOWS FOR THE ZURICH GROSSMUNSTER
SIGMAR POLKE’S FENSTER FÜR DAS ZÜRCHER GROSSMÜNSTER
Texts by / Texte von:
Marina Warner, Gottfried Boehm, Katharina Schmidt, Jacqueline Burckhardt / Bice Curiger, Ulrich Gerster / Regine Helbling, Käthi La Roche, Urs Rickenbach, Claude Lambert.
At the end of 2009 Sigmar Polke (1941-2010) completed a series of twelve windows for the Grossmunster cathedral in Zurich, setting new standards for the mutual relationship between art and church. One group of seven Romanesque windows shows luminous ‘mosaics’ of thinly sliced agate, some of it artificially colored, to produce pulsating blocks of back-lit color. Says Marina Warner, “the interior of rocks opens not only on unexpected colors … on once imprisoned now scintillating rays and gleams, but it also tunnels into the past, into the distant past of geological and cosmological millennia.” For the remaining five windows, Polke designed images of figures from the old testament, based on medieval illuminations, which have themselves undergone transformation in the course of their long journey through time. Polke’s figures now appear as radiantly contemporary icons created in colored glass, using a variety of traditional and customized techniques devised especially for this project.
Ende 2009 vollendete Sigmar Polke (1941-2010) den Zyklus von zwölf Fenstern im Grossmünster Zürich und setzte dabei neue Massstäbe im Verhältnis Kunst und Kirche. Eine Gruppe der Fenster besteht aus geschnittenen, teilweise künstlich gefärbten Achatscheiben, die im romanischen Bau wie «leuchtende Mosaike», aufscheinen. Marina Warner schreibt: «das Innere von Gesteinsbrocken kann nicht nur unerwartete Farben, vor Zeiten eingesperrtes, heute funkelndes Strahlen und Schimmern enthüllen, es öffnet auch einen Blick zurück in die unendlich ferne Vergangenheit geologischer und kosmologischer Jahrtausende.» Die weiteren Fenster aus Buntglas gestaltete Polke nach Motiven des alten Testaments. Sie basieren auf mittelalterlichen Illustrationen, die ihrerseits in einer langen Zeitreise ihre Transformation erlebt haben und jetzt als höchst zeitgenössische Ikonen erstrahlen. die Bilder wurden in einer Vielfalt von traditionellen und neu dafür entwickelten Techniken im Glas selber zur Entstehung gebracht und nicht wie üblich auf das Glas aufgetragen.
Hardcover, 30 x 21.5 cm / 11.8 x 8.5”, 208 p., 120 Illustr..
Bilingual English – German / Zweisprachig Deutsch – Englisch
Parkett Publishers in collaboration with Grossmünster Zürich
ISBN 978-3-907582-27-5.
Oct. 2010, € 48.– / $ 65.00 / cHF 68.–
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